Nach einer ersten Einschätzung des KGI-Analysten Ming-Chi Kuo wird der Fingerabdrucksensor beim Samsung Galaxy S9 integriert sein. Im Herbst 2018 soll sich das ändern, wenn das Samsung Galaxy Note 9 vorgestellt und wenig später auf den Markt kommen soll.
Im neuen Flaggschiff wird Kuo zufolge die Dual-Kamera des Samsung Galaxy S8 besitzen und das Design der Rückseite mit dem aktuellen Flaggschiff vergleichbar sein,mit Sensor und LED-Blitz. Beim Ultraschall-Sensor arbeitet Samsung mit den drei Herstellern Goodix, Egis und Synaptics zusammen. Egis und Samsung LSI sind in ihrem Gebiet, der optischen Technologie, führend und nach einer Schätzung des Analysten sei die optische In-Display-Lösung vier-, bis fünfmal teurer als bei kapazitiven Displays.
Die Ultraschall-Technologie Qualcomm Sense ID spielt für Samsung offenbar keine Rolle, doch die chinesische Konkurrenz des südkoreanischen Technologiekonzerns wird diesen Sensor mit hoher Wahrscheinlichkeit einsetzen. Das neue Flaggschiff Samsung Galaxy Note 8 wird am 23. August 2017 in New York City vorgestellt und wenig später auf den Markt kommen.
Die Integration eines Fingerabdrucksensors in das Display bedeutet eine technische Herausforderung, weshalb Samsung den Sensor als Kompromiss vorerst auf der Rückseite platziert. Der Erzkonkurrent Apple hat ebenfalls Probleme mit dem Fingerabdrucksensor bei seinem Apple iPhone 8, doch diese soll der kalifornische Konzern mittlerweile gelöst haben.
Samsung verbuchte zuletzt steigende Umsätze, Gewinne und Absatzzahlen. Das Samsung Galaxy Note 8 soll rund 1000 US-Dollar kosten und technisch sehr gut ausgestattet sein. Das Samsung Galaxy S8 kam Ende April in Deutschland auf den Markt und bis zum Jahresende dürfte der weltweite Absatz des Smartphones auf zehn bis zwanzig Millionen steigen. Mit Investitionen von mehr als 20 Milliarden US-Dollar in neue Fabriken möchte Samsung die steigende Nachfrage nach seinen Flashspeichern, Prozessoren, OLED-Displays und Bildschirmen besser als heute befriedigen, um Lieferengpässe bei wichtigen Kunden wie Apple zu vermeiden. Vor allem die OLED-Displays sind bei den Kunden gefragt, weil sie diese in ihre neuen Smartphones einsetzen wollen.